Bis zu 220 zusätzliche Betreuungsplätze sollen Mannheimer Familien zum kommenden Schuljahr entlasten. Der Gemeinderat hat dafür bis zu elf weitere Betreuungsgruppen an Grundschulen beschlossen. Geplant ist der Ausbau an sieben Standorten. Einen Ausbau in dieser Größenordnung gab es in Mannheim nach Angaben der Stadt in den vergangenen 20 Jahren nicht.
Bis zu elf neue Gruppen an sieben Standorten
Die zusätzlichen Angebote sind in Gartenstadt, Schönau, Neckarstadt-Ost, Käfertal, Feudenheim, Rheinau und Friedrichsfeld vorgesehen. Welche Familien konkret einen Platz erhalten und wie die Vergabe organisiert wird, richtet sich nach den jeweiligen Betreuungsangeboten an den einzelnen Schulen. Die Entscheidung schafft damit mehr Kapazität, legt aber nicht automatisch einen bestimmten Platz für jedes Kind fest.
Möglich wird die Erweiterung durch mehrere Faktoren. An Halbtagsschulen fällt die Frühbetreuung weg, im Rahmen des kooperativen Ganztags entstehen zusätzliche räumliche Kapazitäten. Außerdem verbessert sich die Landesförderung für die Betreuung von Kindern in der ersten Klassenstufe ab dem kommenden Schuljahr. Nach Angaben der Stadt sollen die neuen Gruppen nicht nur helfen, den gesetzlichen Anspruch zu erfüllen, sondern auch ein bedarfsgerechtes Angebot für Familien schaffen.
Für Eltern in den sieben genannten Stadtteilen ist deshalb vor allem entscheidend, welches Betreuungsmodell die jeweilige Grundschule anbietet. Die konkrete Organisation kann sich von Standort zu Standort unterscheiden. Die Stadt nennt in der Mitteilung keine einheitliche Vergaberegel für alle Schulen.
Rechtsanspruch startet stufenweise ab 2026/27
Ab dem Schuljahr 2026/27 wird der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder stufenweise umgesetzt. Er beginnt mit der Klassenstufe eins. Kinder, die im Schuljahr 2026/27 oder in den folgenden Schuljahren eingeschult werden, haben vom Schuleintritt bis zum Beginn der fünften Klasse Anspruch auf Förderung in einer Bildungs- oder Betreuungseinrichtung.

Der Anspruch bezieht sich damit auf ein vorhandenes Förder- oder Betreuungsangebot, nicht automatisch auf einen bestimmten Betreuungsplatz an der besuchten Schule. Mannheim baut deshalb parallel bestehende Strukturen aus. Perspektivisch soll der Anspruch im Grundschulalter vor allem über Ganztagsschulen erfüllt werden.
Waldhofschule wird 14. Mannheimer Ganztagsgrundschule
Mit der Waldhofschule geht zum kommenden Schuljahr die 14. Mannheimer Grundschule in den Ganztagsbetrieb. Weitere Schulen sollen folgen. Der Ausbau der Schulkindbetreuung ist damit Teil eines längerfristigen Umbaus der Grundschullandschaft. Neben zusätzlichen Gruppen und Plätzen müssen dafür auch pädagogische Konzepte sowie räumliche Voraussetzungen entwickelt werden.
Bildungsbürgermeister Dirk Grunert bezeichnete ein verlässliches Betreuungsangebot als wichtig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Er betonte zugleich, dass Ganztagsgrundschulen nicht kurzfristig entstehen, sondern einen pädagogischen und baulichen Entwicklungsprozess voraussetzen.
Die beschlossenen Gruppen schaffen zunächst bis zu 220 zusätzliche Plätze. Für Familien ist zum Start des neuen Betreuungsangebots daher besonders relevant, welche Schule ihr Kind besucht und welches Modell dort tatsächlich angeboten wird. Diese Angaben werden an den jeweiligen Standorten organisiert. Quelle: Stadt Mannheim, Pressemitteilung zur Erweiterung der Schulkindbetreuung.
Quelle: City of Mannheim Press Releases
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Quellenprüfung Quellenhinweis
Die Angaben zu Plätzen, Standorten, Schulen und dem Rechtsanspruch wurden mit der Pressemitteilung der Stadt Mannheim abgeglichen.
- Zahl der zusätzlichen Plätze und Betreuungsgruppen geprüft
- Genannte Stadtteile und die Waldhofschule abgeglichen
- Zeitpunkt des stufenweisen Rechtsanspruchs ab Schuljahr 2026/27 geprüft
- Quelle
- Stadt Mannheim – Pressemitteilung
- Umfang
- Mannheim
- Aktualisiert
- 2026-07-30 13:52
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