Vom 13. auf den 4. Platz innerhalb von zwei Jahren: Essen hat im bundesweiten Vergleich digitaler Bürgerämter deutlich aufgeholt. In der Untersuchung der GISMA University erreicht die Stadt 2026 gemeinsam mit Berlin Rang vier. Davor liegen Düsseldorf sowie die gemeinsam zweitplatzierten Städte München und Frankfurt.
Für Einwohnerinnen und Einwohner bedeutet die Entwicklung vor allem, dass sich mehr Anliegen unabhängig von Öffnungszeiten und ohne Weg zum Amt bearbeiten lassen. Die Platzierung zeigt allerdings nicht, dass jeder Behördengang bereits vollständig online möglich ist.
Vom 13. auf den 4. Platz in zwei Jahren
Die drei veröffentlichten Platzierungen dokumentieren den Aufstieg:
- 2024: Rang 13
- 2025: Rang 6
- 2026: Rang 4, gemeinsam mit Berlin
Bereits 2025 gehörte Essen mit einem Zuwachs von fünf Bewertungspunkten zu den Städten, die ihre digitalen Angebote besonders stark ausgebaut hatten. Eine konkrete Gesamtpunktzahl für 2026 nennt die Stadt in ihrer Mitteilung nicht.
Die GISMA University untersuchte die Bürgerämter der 20 größten deutschen Städte. Bewertet wurde nicht nur, ob eine Leistung im Internet auffindbar ist. Entscheidend war auch, wie weit der gesamte Ablauf von der Antragstellung über die Bezahlung bis zur Bearbeitung digital durchgeführt werden kann.
Elf häufig benötigte Verwaltungsleistungen im Test
In die Bewertung flossen elf zentrale Dienstleistungen ein. Dazu zählen Wohnsitzanmeldungen, Meldebescheinigungen, Urkundenbestellungen, Führerscheinanträge sowie Vorgänge rund um Personal- und Reisepässe. Sechs der untersuchten Leistungen sind nach Angaben der Stadt beim Einwohneramt angesiedelt.
Die Rangliste sagt deshalb mehr über die digitale Durchgängigkeit der Verfahren aus als über deren bloße Verfügbarkeit. Sie liefert jedoch keine Nutzungszahlen und zeigt auch nicht, wie schnell einzelne Anträge bearbeitet werden.
Biometrische Daten setzen digitalen Verfahren Grenzen
Einige Behördengänge können aus rechtlichen oder praktischen Gründen nicht vollständig ins Internet verlagert werden. Bei Personal- und Reisepässen müssen unter anderem Fingerabdrücke und weitere biometrische Merkmale persönlich aufgenommen werden. Für die Beglaubigung einer Papierkopie ist grundsätzlich das Original zu prüfen.
Keine der untersuchten Städte erreichte bei Pass- und Ausweisangelegenheiten die höchste Digitalisierungsstufe. Die Beglaubigung von Kopien schnitt bundesweit unter den geprüften Leistungen am schwächsten ab.
Stadt plant weitere Angebote und Unterstützung
Essen will die Onlinedienste weiter ausbauen und zugleich Menschen stärker unterstützen, die digitale Verwaltungsangebote bisher nicht oder nur eingeschränkt nutzen können. Nach Darstellung der Stadt stehen bereits zahlreiche Leistungen online bereit, werden aber noch von zu wenigen Bürgerinnen und Bürgern genutzt. Konkrete Nutzungszahlen oder einen Zeitplan für den weiteren Ausbau nennt die Mitteilung nicht.
Quelle: City of Essen Press Releases
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Quellenprüfung Quellennachweis
Die Angaben wurden aus der Pressemitteilung der Stadt Essen übernommen und hinsichtlich Platzierungen, Prüfkriterien und Grenzen der Digitalisierung eingeordnet.
- Die Platzierungen Essens für 2024, 2025 und 2026 wurden gegenübergestellt.
- Der Umfang der Untersuchung mit elf Dienstleistungen und 20 Großstädten wurde geprüft.
- Aussagen zu persönlichen Terminen bei Pässen und Beglaubigungen wurden von allgemeinen Onl...
- Fehlende Nutzungszahlen und ein nicht genannter Ausbauzeitplan wurden kenntlich gemacht.
- Quelle
- Stadt Essen – Pressemitteilung
- Umfang
- Essen
- Aktualisiert
- 2026-07-31 19:06
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