Im Tierpark Chemnitz sind zwei Nandu-Küken inzwischen gemeinsam mit ihrem Vater in der Südamerika-Anlage zu sehen. Die Jungtiere schlüpften bereits am 3. Juli und entwickeln sich nach Angaben des Tierparks gut. Für Besucherinnen und Besucher ergibt sich damit die Gelegenheit, die jungen südamerikanischen Laufvögel direkt auf der begehbaren Anlage zu beobachten.
Zwei Küken wachsen unter der Fürsorge des Vaters auf
Bei Nandus übernimmt das Männchen die gesamte Brutpflege. Der Hahn brütet die Eier allein aus und führt, schützt und versorgt die Küken nach dem Schlupf. Die Hennen sind an der Aufzucht nicht beteiligt. Das unterscheidet das Familienleben der Nandus deutlich von vielen vertrauten Vorstellungen über die Betreuung von Jungtieren.
Im Chemnitzer Tierpark bleibt der Hahn während der Jungenaufzucht entspannt. Deshalb ist keine Abtrennung notwendig – weder gegenüber den beiden Hennen noch gegenüber den Besucherinnen und Besuchern der begehbaren Südamerika-Anlage. Die Küken können dadurch besonders gut beobachtet werden. Zugleich hängt die direkte Sichtbarkeit der Jungtiere davon ab, wo sich Vater und Küken gerade auf der Anlage bewegen.
Warum Nandus mehrere Wochen allein brüten
Zur Paarungszeit besetzen die Hähne Reviere und werben um Weibchengruppen. Legen mehrere Weibchen ihre Eier nacheinander in das vorbereitete Nest, ziehen sie anschließend weiter. Der Hahn brütet das Gelege dann allein rund anderthalb Monate lang aus.
In einem Nest können bis zu 20 Eier liegen, die mitunter von bis zu zwölf verschiedenen Weibchen stammen. Nach dem Schlupf bleibt der Vater für die vollständige Aufzucht der Jungtiere verantwortlich. Die beiden Küken im Tierpark Chemnitz stehen damit nicht nur für Nachwuchs bei den Nandus, sondern machen auch eine bei Laufvögeln ungewöhnliche Rollenverteilung sichtbar: Das Männchen übernimmt sowohl das Brüten als auch die anschließende Betreuung.

Nandus gehören zu den südamerikanischen Laufvögeln und können bis zu 1,60 Meter groß werden. Wegen ihrer Ähnlichkeit mit Straußen wurden sie früher auch „Pampasstrauße“ genannt. Außerhalb der Fortpflanzungszeit leben sie gesellig und schließen sich teilweise zu Gruppen mit mehr als 50 Tieren zusammen. Während der Paarungs- und Aufzuchtzeit verändert sich ihr Verhalten jedoch deutlich, weil der Hahn das Revier und den Nachwuchs allein betreut.
Südamerika-Anlage täglich geöffnet
Wer die Küken sehen möchte, findet die Nandus in der Südamerika-Anlage des Tierparks Chemnitz. Der Tierpark ist von April bis September täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass und Kassenschluss sind jeweils eine Stunde vor der Schließung. Das Wildgatter Oberrabenstein kann täglich von 9 bis 18 Uhr besucht werden.
Die Angaben stammen aus einer Pressemitteilung der Pressestelle der Stadt Chemnitz vom 30. Juli 2026. Weitere Informationen veröffentlicht der Tierpark Chemnitz unter www.tierpark-chemnitz.de.
Quelle: City of Chemnitz Press Releases
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Quellenprüfung Quellencheck
Die Angaben zu Schlupf, Aufzucht, Beobachtungsmöglichkeit und Öffnungszeiten wurden mit der städtischen Pressemitteilung abgeglichen.
- Schlupfdatum der beiden Küken geprüft
- Rolle des Nandu-Vaters bei Brut und Aufzucht geprüft
- Angaben zur Südamerika-Anlage und zur fehlenden Abtrennung geprüft
- Öffnungszeiten von Tierpark und Wildgatter übernommen
- Quelle
- Stadt Chemnitz – Pressemitteilung
- Umfang
- Chemnitz
- Aktualisiert
- 2026-07-30 11:41
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