Historische Steinhäuser in einem bewaldeten Tal passend zum herbstlichen Reformationstag in Deutschland.

Reformationstag 2026: Wo der 31. Oktober ein Feiertag ist

Der Reformationstag fällt 2026 auf einen Samstag. In neun Bundesländern ist der 31. Oktober ein gesetzlicher Feiertag, in den übrigen sieben ein gewöhnlicher Samstag. Für den Alltag kommt es deshalb auf den konkreten Ort an: Geschäfte, Schulen und Beschäftigte mit Wochenenddiensten können unterschiedlich betroffen sein. Einzelne Öffnungszeiten sollten Sie vor Ort prüfen.

In diesen neun Bundesländern ist der 31. Oktober 2026 Feiertag

Gesetzlicher Feiertag ist der Reformationstag in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Kein gesetzlicher Feiertag ist er in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Bundesland Status am 31. Oktober 2026
Baden-Württemberg Kein gesetzlicher Feiertag
Bayern Kein gesetzlicher Feiertag
Berlin Kein gesetzlicher Feiertag
Brandenburg Gesetzlicher Feiertag
Bremen Gesetzlicher Feiertag
Hamburg Gesetzlicher Feiertag
Hessen Kein gesetzlicher Feiertag
Mecklenburg-Vorpommern Gesetzlicher Feiertag
Niedersachsen Gesetzlicher Feiertag
Nordrhein-Westfalen Kein gesetzlicher Feiertag
Rheinland-Pfalz Kein gesetzlicher Feiertag
Saarland Kein gesetzlicher Feiertag
Sachsen Gesetzlicher Feiertag
Sachsen-Anhalt Gesetzlicher Feiertag
Schleswig-Holstein Gesetzlicher Feiertag
Thüringen Gesetzlicher Feiertag

Der Status gilt innerhalb des jeweiligen Bundeslands. Wer nahe einer Landesgrenze wohnt oder für Einkäufe und Termine in ein anderes Bundesland fährt, sollte daher den Ort des Geschäfts oder der Einrichtung prüfen. Die Übersicht beantwortet die Frage nach dem Feiertagsstatus, aber nicht, ob ein bestimmter Betrieb geöffnet hat.

Was der Samstag für Arbeit und Schule bedeutet

In den neun Ländern mit Feiertag gilt grundsätzlich Feiertagsruhe. Schulen bleiben dort normalerweise geschlossen, und viele Geschäfte öffnen nicht wie an einem gewöhnlichen Werktag. Ausnahmen und Sonderregelungen hängen vom Landesrecht und von der jeweiligen Einrichtung ab.

Für Menschen, die regelmäßig samstags arbeiten, ist die Unterscheidung ebenfalls wichtig. Der Feiertag bedeutet nicht automatisch, dass jede Person frei hat: Ob ein Dienst anfällt und welche Ausgleichsregelungen gelten, hängt unter anderem von Branche, Arbeitsvertrag, Tarifvertrag und den gesetzlichen Bestimmungen ab. Maßgeblich sind deshalb die Vereinbarungen für den konkreten Arbeitsplatz.

In den sieben Ländern ohne gesetzlichen Feiertag gelten die üblichen Regeln für einen Samstag. Schulen haben regulär Wochenendpause; Geschäfte können im Rahmen der örtlichen Ladenöffnungszeiten öffnen. Für Beschäftigte richtet sich der Arbeitstag nach Dienstplan und den für den Betrieb geltenden Vereinbarungen. Auch hier folgt aus dem Kalender allein nicht, ob ein bestimmter Laden oder Arbeitsplatz geöffnet ist.

Einkauf und Termine vor Ort prüfen

Beim Einkauf zählt die Adresse: In einem Feiertagsland können Geschäfte geschlossen sein, während sie jenseits der Landesgrenze geöffnet haben. Zugleich kann ein einzelnes Geschäft auch in einem Land ohne Feiertag samstags geschlossen bleiben oder abweichende Zeiten haben.

Prüfen Sie Öffnungszeiten direkt beim Geschäft oder auf dessen offizieller Website. Für Busse und Bahnen sind die Fahrplanauskunft des Verkehrsverbunds und die Hinweise des örtlichen Verkehrsunternehmens die passenden Anlaufstellen. Veranstaltungen sollten Sie beim Veranstalter oder bei der Kommune nachsehen; eine bundesweit einheitliche Übersicht ergibt sich aus dem Feiertagsstatus nicht.

Warum der 31. Oktober an die Reformation erinnert

Der Reformationstag erinnert an den Beginn der Reformation im 16. Jahrhundert. Martin Luther wird mit dem 31. Oktober 1517 verbunden: An diesem Tag soll er seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel veröffentlicht oder an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen haben. Die genaue Form der Übermittlung wird historisch diskutiert; als Datum ist der 31. Oktober im kirchlichen und kulturellen Gedächtnis verankert.

Die Reformation veränderte das Christentum in Europa und prägte auch Bildung, Sprache und Politik. Dass der 31. Oktober heute nur in einem Teil der Bundesländer gesetzlicher Feiertag ist, geht auf unterschiedliche Entscheidungen der Länder zurück. Für die praktische Planung zählt daher nicht allein der historische Anlass, sondern die jeweilige Landesregelung.

Der nächste praktische Check ist die Adresse am Samstag

Da der Reformationstag 2026 auf einen Samstag fällt, ist für Einkäufe und Schichtdienste zuerst entscheidend, ob der konkrete Ort in einem Feiertagsland liegt. Prüfen Sie danach die offiziellen Angaben des Geschäfts, der Schule, des Arbeitgebers oder des Verkehrsunternehmens. Für lokale Veranstaltungen und Fahrpläne bleiben die Hinweise der Veranstalter und Anbieter maßgeblich; der nächste relevante Termin ist der 31. Oktober 2026.

Quelle: Deutsche Bundesbank

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