Bis zu 300 Wohnungen könnten auf dem Areal am Kleinen Stadtmarsch in Magdeburg entstehen. Vorgesehen sind außerdem Gewerbeflächen, Betreuungsangebote für Mieter und Genossenschaftsmitglieder sowie möglicherweise ein Hotel. Beschlossen oder baureif ist das Quartier „Grüner Stadtmarsch“ allerdings noch nicht: Die Beteiligten arbeiten nach Angaben der Landeshauptstadt weiterhin am Bebauungsplanverfahren.
Von der Redaktion Systemfehlr.de · Stand: 7. August 2026 · Grundlage: Pressemitteilung der Landeshauptstadt Magdeburg
Flächen für 250 bis 300 Wohnungen
Die bisher beschriebene Größenordnung umfasst 250 bis 300 Wohnungen. Damit könnte zwischen dem Strombrückenzug, dem Messeplatz und den südlich gelegenen Veranstaltungs- und Kulturbauten ein neues urbanes Wohngebiet entstehen.
Die Spanne ist eine Planungsgröße und keine bestätigte Zahl genehmigter Wohnungen. Wie viele Einheiten tatsächlich gebaut werden können, hängt unter anderem vom weiteren Bebauungsplanverfahren und der konkreten Ausgestaltung des Quartiers ab. Angaben zu Wohnungsgrößen, Mietpreisen, Förderanteilen oder einem Baubeginn enthält die Mitteilung nicht.
Rund 30.000 Quadratmeter werden eingebracht
Die Landeshauptstadt beabsichtigt, ihrer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Wobau etwa 20.000 Quadratmeter städtischer Flächen am Kleinen Stadtmarsch zu übertragen. Die MWG will weitere 10.000 Quadratmeter an der Schleusenstraße einbringen.
Zusammen ergeben diese Beiträge rund 30.000 Quadratmeter. Sie bilden einen wesentlichen Teil der Flächengrundlage für den „Grünen Stadtmarsch“. Ob darüber hinaus weitere Grundstücke benötigt oder einbezogen werden, geht aus dem veröffentlichten Projektstand nicht hervor.
Weitere Genossenschaften zeigen Interesse
Bislang treten insbesondere die Wobau und die MWG als Projektpartner auf. Nach Angaben der Stadt haben inzwischen drei weitere Magdeburger Wohnungsgenossenschaften Interesse an einer Beteiligung signalisiert. Eine Interessenbekundung bedeutet jedoch noch keinen verbindlichen Einstieg; Namen, Flächenbeiträge und mögliche Aufgaben dieser Genossenschaften wurden nicht genannt.

Über den Stand berieten Oberbürgermeisterin Simone Borris, Wobau-Geschäftsführer Peter Lackner, die MWG-Vorstände Thomas Fischbeck und Martin Geyer, Architekt Matthias Rau sowie der Beigeordnete für Umwelt und Stadtentwicklung, Jörg Rehbaum. Im Mittelpunkt stand die laufende Abstimmung mit der Stadtverwaltung zum Bebauungsplan.
Wohnen, Gewerbe und ein mögliches Hotel
Neben Wohnungen sind Gewerbeeinrichtungen sowie Angebote zur Betreuung von Mietern und Mitgliedern vorgesehen. Simone Borris regte zusätzlich ein Hotel mit mindestens 130 Betten an. Es soll den erwarteten Bedarf von Tagungs- und Veranstaltungsgästen im Stadtpark aufnehmen.
Der Hotelbau ist damit zunächst ein Vorschlag und kein bestätigter Projektbestandteil. Auch zur Verteilung der Flächen zwischen Wohnen, Gewerbe, Betreuung und Beherbergung liegen noch keine konkreten Angaben vor.
Für die Wärmeversorgung gibt es eine günstige technische Ausgangslage: Die Städtischen Werke Magdeburg verlegen in diesem Bereich derzeit unter anderem Fernwärmeleitungen. Nach Einschätzung der Projektbeteiligten wäre deshalb ein Anschluss des künftigen Quartiers an das Wärmenetz ohne größere Schwierigkeiten möglich.
Bebauungsplan bleibt der entscheidende Schritt
Das Vorhaben befindet sich weiterhin in der Planungsphase. Die veröffentlichten Angaben nennen weder einen Termin für die Fertigstellung des Bebauungsplans noch einen Baustart oder eine Bezugsfrist.
Wobau, MWG, Stadtverwaltung und die weiteren Beteiligten wollen sich künftig regelmäßig über den Projektfortschritt austauschen. Die nächsten belastbaren Aussagen dürften daher das Bebauungsplanverfahren, die verbindliche Zusammensetzung der Projektpartner und die konkrete Nutzung der Flächen betreffen.
Quelle: State Capital Magdeburg Press Releases
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Die Darstellung trennt die bestätigten Flächen- und Wohnungszahlen von Vorschlägen und noch ausstehenden Planungsschritten.
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- Das Hotel mit mindestens 130 Betten wurde als Empfehlung und nicht als beschlossener Proje...
- Fehlende Angaben zu Baubeginn, Mietpreisen und Fertigstellung wurden ausdrücklich kenntlic...
- Quelle
- Landeshauptstadt Magdeburg – Pressemitteilung
- Umfang
- Magdeburg
- Aktualisiert
- 2026-08-10 20:01
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