Regenbogenfahnen und eine Flagge mit Wappen wehen vor einem klassischen Gebäude mit Säulen.

Krefelds CSD-Gottesdienst: Was lila Westen bedeuten

Von der Redaktion Systemfehlr.de

Vor dem Krefelder Rathaus wehen Regenbogenflaggen neben der Stadtflagge. Wenige Tage später rückt die Alte Kirche in den Mittelpunkt: Dort wird am Freitag, 14. August 2026, erstmals der ökumenische CSD-Gottesdienst gefeiert. Beginn ist um 18 Uhr.

Erstmals findet der Gottesdienst in der Alten Kirche statt

Der Gottesdienst steht unter dem Leitwort „Liebe deine Nächsten wie dich selbst“. Eingeladen haben die evangelische und die katholische Kirche gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle Krefeld, der Alt-katholischen Gemeinde und dem queeren Jugendtreff together.

Die Feier gehört zum festen Begleitprogramm des Christopher Street Day Krefeld und findet traditionell am Vorabend des CSD statt. Neu ist in diesem Jahr der Veranstaltungsort: Zum ersten Mal kommen die Teilnehmenden dafür in der Alten Kirche Krefeld zusammen.

Awareness-Team ist an lila Westen erkennbar

Während des Gottesdienstes wird ein Awareness-Team der städtischen Gleichstellungsstelle vor Ort sein. Die geschulten Ansprechpersonen tragen lila Westen. Besucherinnen und Besucher können sich an sie wenden, wenn sie grenzüberschreitendes Verhalten erleben oder Unterstützung benötigen.

Krefelds CSD-Gottesdienst: Was lila Westen bedeuten

Antje Sarodnick, Ansprechpartnerin für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt bei der Gleichstellungsstelle, verweist auf zunehmende Anfeindungen gegen queere Menschen. Die Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen zeige, wie gemeinsames Handeln für Respekt, Vielfalt und Akzeptanz aussehen könne.

Gottesdienst am Vorabend des Krefelder CSD

Nach Angaben des Evangelischen Kirchenkreises erhält die Feier auch vor dem Hintergrund des Anschlags auf den Christopher Street Day in Berlin besonderes Gewicht. Sie soll Raum für Gebet, Halt und Hoffnung geben und zugleich ein Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung setzen.

Superintendentin Dr. Barbara Schwahn erklärte, Gewalt dürfe Menschen weder auseinanderbringen noch davon abhalten, füreinander einzustehen. Deshalb sei es richtig, dass sowohl der CSD als auch der Gottesdienst stattfinden. Angaben zu einer erforderlichen Anmeldung oder zu besonderen Zugangsregelungen enthält die Mitteilung der Stadt Krefeld nicht.

Quelle: City of Krefeld Press Releases

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