Person wechselt einen austauschbaren Akku eines E-Rollers für die moderne Elektromobilität.

EU-Batterieverordnung: Diese Fristen gelten als Nächstes

Für Käufer ist der nächste wichtige Termin der 18. Februar 2027: Ab dann müssen viele tragbare Batterien in Geräten so eingebaut sein, dass Endnutzer sie entfernen und austauschen können. Für Smartphones, E-Bikes und andere Produkte gelten dabei unterschiedliche Regeln und Ausnahmen. Schon heute sollten Käufer auf Batteriekennzeichnung und Produktinformationen achten; ein QR-Code ist jedoch noch nicht für jede Batterie vorgeschrieben.

Was die EU-Batterieverordnung regelt

Die Verordnung (EU) 2023/1542 gilt seit dem 18. Februar 2024 und erfasst Batterien über ihren Lebenszyklus hinweg – von Herstellung und Kennzeichnung über Sammlung und Recycling bis zu Sorgfaltspflichten in Lieferketten. Sie unterscheidet unter anderem Gerätebatterien, Batterien für leichte Verkehrsmittel wie E-Bikes und Elektrofahrzeugbatterien.

Für Verbraucher stehen vor allem Informationen auf der Batterie und die Möglichkeit im Vordergrund, bestimmte Batterien auszutauschen. Die Regeln gelten EU-weit und richten sich je nach Vorgabe an Hersteller, Importeure und andere Wirtschaftsakteure. Sie bedeuten deshalb nicht, dass jedes Produkt sofort dieselbe Kennzeichnung oder einen vom Nutzer wechselbaren Akku haben muss.

Kennzeichnung und QR-Code kommen stufenweise

Die Verordnung sieht mehrere Kennzeichnungspflichten mit unterschiedlichen Startterminen vor. Seit 18. August 2024 gelten die allgemeinen Informations- und Kennzeichnungsanforderungen nach Artikel 13 Absatz 1. Dazu gehören Angaben, die Batterien identifizierbar machen und Verbraucher über bestimmte Eigenschaften informieren sollen.

Ab 18. August 2026 müssen Batterien mit einem Etikett gekennzeichnet sein, das die in der Verordnung vorgesehenen allgemeinen Informationen enthält. Ab 18. Februar 2027 kommt für die erfassten Batterien ein QR-Code hinzu. Über ihn sollen die jeweils vorgeschriebenen Informationen digital abrufbar sein. Welche Angaben zugänglich sein müssen, hängt von der Batteriekategorie ab.

Das heißt für den Einkauf: Ein fehlender QR-Code beweist vor dem jeweiligen Geltungsbeginn nicht, dass ein Produkt gegen die Verordnung verstößt. Auch nach den Stichtagen ist der QR-Code nicht als einheitliche Pflicht für ausnahmslos jede Batterie zu verstehen; maßgeblich sind Kategorie und konkrete Regelung.

EU-Batterieverordnung: Diese Fristen gelten als Nächstes

Austauschbarkeit: Der Stichtag ist der 18. Februar 2027

Ab dem 18. Februar 2027 müssen tragbare Batterien in Produkten grundsätzlich so gestaltet sein, dass Endnutzer sie während der Lebensdauer des Produkts leicht entfernen und austauschen können. Die Verordnung enthält jedoch Ausnahmen und besondere Bedingungen. Für bestimmte Geräte, darunter Geräte, die regelmäßig Wasser ausgesetzt sind, gelten abweichende Anforderungen; in bestimmten Fällen kann der Austausch durch unabhängige Fachleute vorgesehen sein.

Auch für Batterien in leichten Verkehrsmitteln wie E-Bikes gelten eigene Vorgaben. Die Verordnung verlangt für diese Batterien, dass sie von unabhängigen Fachleuten entfernt und ausgetauscht werden können. Das ist nicht gleichbedeutend mit einem einfachen Wechsel durch den Nutzer. Der Stichtag schafft daher keine pauschale Pflicht, jedes E-Bike mit einem Akku auszustatten, den Verbraucher ohne Werkzeug oder Fachkenntnis herausnehmen können.

Smartphone, E-Bike und Geräteakku im Vergleich

  • Smartphone: Beim Kauf sind Batteriekennzeichnung, Produktinformationen und die Angaben des Herstellers zur Reparatur oder zum Batteriewechsel nützlich. Ab 2027 greift grundsätzlich die Austauschbarkeitsregel für tragbare Batterien, aber Ausnahmen und die konkrete Produktgestaltung bleiben relevant. Prüfen Sie daher, ob der Hersteller einen Austausch durch Nutzer oder Fachleute vorsieht.
  • E-Bike: Der Akku gehört zur Kategorie der Batterien für leichte Verkehrsmittel. Achten Sie auf klare Angaben zu Batterietyp, Kompatibilität und Ersatzmöglichkeiten. Die EU-Regel zielt auf den Austausch durch unabhängige Fachleute; sie verspricht keinen unkomplizierten Akkuwechsel durch jeden Besitzer.
  • Andere Gerätebatterie: Bei Geräten mit tragbaren Batterien wird die Austauschbarkeit ab 2027 wichtiger. Prüfen Sie in Anleitung und Produktinformationen, ob der Akku zugänglich ist und welche Ersatzbatterie passt. Ein verklebtes oder nur im Service wechselbares Design lässt sich ohne Blick auf die einschlägige Ausnahme nicht allein anhand der äußeren Form rechtlich beurteilen.

Diese Angaben helfen beim Kauf

Vor dem Kauf können Verbraucher die Produktseite, Verpackung und Bedienungsanleitung auf folgende Punkte prüfen:

  • Ist der Batterietyp oder die passende Ersatzbatterie eindeutig angegeben?
  • Gibt es Informationen dazu, ob der Akku entnommen und ersetzt werden kann?
  • Ist ein Austausch durch den Nutzer oder nur durch einen Fachbetrieb vorgesehen?
  • Sind die vorgeschriebenen Kennzeichnungen und späteren digitalen Informationen für die jeweilige Batteriekategorie vorhanden?

Die EU-Batterieverordnung regelt Mindestanforderungen, sie ersetzt aber nicht die Prüfung, ob ein konkretes Ersatzteil verfügbar oder mit einem Gerät kompatibel ist. Bei Smartphones und E-Bikes lohnt sich deshalb zusätzlich ein Blick auf die Angaben des Herstellers zu Ersatzakku, Service und Reparatur.

Was als Nächstes gilt

Der nächste konkrete Kennzeichnungsstichtag ist der 18. August 2026: Ab dann müssen die vorgeschriebenen Etiketten nach Artikel 13 Absatz 1 auf den erfassten Batterien stehen. Der nächste große Schritt folgt am 18. Februar 2027 mit dem QR-Code und den einschlägigen Austauschbarkeitsregeln. Für einzelne Produkte entscheidet die Batteriekategorie samt Ausnahmen, welche konkrete Pflicht greift.

Quelle: Eur Lex

Kommentare

Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!

Weitere Geschichten