Historische Backsteinfassade einer Synagoge mit markanten Türmen und Uhrendetails gegen bewölkten Himmel.

Darmstadt verstärkt Schutz an Synagoge – ohne Barrieren im Alltag

Darmstadt lässt an der Synagoge in der Wilhelm-Glässing-Straße einen Anfahrschutz einbauen. Der Magistrat der Wissenschaftsstadt hat die Maßnahme am Mittwoch, dem 12., beschlossen. Sie soll die Jüdische Gemeinde Darmstadt sowie Besucherinnen und Besucher der Synagoge schützen und setzt ein Sicherheitskonzept des Hessischen Landeskriminalamts für jüdische Einrichtungen in Hessen um.

Für Menschen, die zu Fuß unterwegs sind oder den Gehweg mit Mobilitätseinschränkung nutzen, soll der Bereich weiterhin passierbar bleiben. Nach Angaben der Stadt wird die Barrierefreiheit trotz punktueller Engstellen gewährleistet. Auch Feuerwehr- und Rettungswege sollen durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt werden.

Eingriffe konzentrieren sich auf den Gehweg

Der Anfahrschutz muss im Gehwegbereich fundamentiert werden. Dafür werden vorhandene Leitungen in ihrer Höhen- und Lageführung angepasst. Die Arbeiten betreffen damit den Bereich unmittelbar an der Synagoge; Bordsteinanlage und Fahrbahn der Wilhelm-Glässing-Straße bleiben unverändert.

Darmstadt verstärkt Schutz an Synagoge – ohne Barrieren im Alltag

Auch der vorhandene Baumbestand soll vollständig erhalten bleiben. Für Anwohnerinnen, Anwohner und Passanten bedeutet das: Die Straße selbst wird nach derzeitigem Stand nicht baulich umgestaltet, während es im Gehwegbereich an der Synagoge zu punktuellen Veränderungen kommen kann.

Einen Termin für Beginn und Dauer der Arbeiten nennt die Stadt bislang nicht. Planunterlagen werden aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht. Damit bleiben auch konkrete technische Ausgestaltung und Ablauf der Umsetzung offen.

Darmstadt verstärkt Schutz an Synagoge – ohne Barrieren im Alltag

Teil des Sicherheitskonzepts für jüdische Einrichtungen

Nach Darstellung der Stadt folgt der Beschluss dem Sicherheitskonzept des Hessischen Landeskriminalamts. Weitere Details zum Schutzsystem veröffentlicht Darmstadt nicht. Aus den verfügbaren Angaben lässt sich daher keine weitergehende Aussage über eine konkrete Gefährdungslage an diesem Standort ableiten.

Oberbürgermeister Hanno Benz und Verkehrsdezernent Paul Georg Wandrey betonten die Solidarität der Stadt mit der Jüdischen Gemeinde Darmstadt. Jüdisches Leben gehöre zu Darmstadt; angesichts der anhaltenden Bedrohungslage unterstütze die Stadt die Schutzmaßnahmen.

Nach Angaben der Wissenschaftsstadt Darmstadt entstehen ihr durch die Umsetzung keine Kosten. Als Quelle dient die Pressemitteilung der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Quelle: Science City of Darmstadt Press Releases

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