Am Freitag, 11. September 2026, lädt das Deutsche Bergbau-Museum Bochum um 15 Uhr zur dialogischen Tour „Aufgeben gilt nicht“ durch die Sonderausstellung über Tisa von der Schulenburg ein. Das Angebot richtet sich an ein allgemeines Publikum und verbindet die Betrachtung ihrer Kunst mit einem Gespräch über Resilienz und Selbstwirksamkeit. Die Teilnahme kostet 5 Euro zuzüglich Museumseintritt; eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Da die Zahl der Teilnehmenden begrenzt ist, empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung.
Kunst als Antwort auf Verlust und Krisen
Tisa von der Schulenburg erlebte die wechselvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts: ihre Kindheit in Mecklenburg, zwei Weltkriege, die Weimarer Republik, die Unterdrückung während des Nationalsozialismus und die westdeutsche Nachkriegszeit. Sie verlor ihre Familie und ihre Heimat, zeitweise auch ihre Hoffnung. Dennoch überstand sie immer wieder schwere Schicksalsschläge und fand besonders in ihrer empathischen Kunst neue Kraft.
Die Führung betrachtet diese Biografie deshalb nicht allein kunsthistorisch. Im Zentrum steht die Frage, wie von der Schulenburg trotz tiefgreifender Verluste ein sinnstiftendes Leben führen konnte. Ihre Haltung, mit Kunst in einer Zeit ratloser und hilfsbedürftiger Menschen wirken zu wollen, bildet einen Ausgangspunkt für das gemeinsame Gespräch vor den Exponaten.
Dabei greift die Veranstaltung auch den Gedanken auf, trotz existenzieller Erfahrungen „Ja zum Leben“ zu sagen. Als Bezug nennt das Museumsprogramm den Psychologen Viktor E. Frankl, der seine Gefangenschaft in vier Konzentrationslagern überlebte. Die Tour setzt diese Perspektive in Beziehung zu von der Schulenburgs Lebensweg, ohne daraus einen gewöhnlichen Vortrag zu machen.

Für wen sich die dialogische Führung eignet
Begleitet wird der Rundgang von Coach Verena Schuh, die nach Angaben des Deutschen Bergbau-Museums seit mehr als zehn Jahren beratend arbeitet. Ihr ganzheitlicher Ansatz verbindet Coaching, Kunst und praktische Philosophie; zu ihren Schwerpunkten zählen Resilienz und Selbstwirksamkeit.
Die dialogische Form richtet sich insbesondere an Besucherinnen und Besucher, die nicht nur Informationen über Leben und Werk der Künstlerin erhalten möchten. Vorgesehen ist ein gemeinsamer Austausch darüber, was Tisa von der Schulenburg Kraft gab und welche Gedanken sich aus ihrer Biografie für die eigene Lebenswirklichkeit ableiten lassen. Vorkenntnisse oder eine besondere fachliche Zielgruppe nennt das Museum nicht.
Termin, Ort, Kosten und Reservierung
| Information | Angabe |
|---|---|
| Termin | Freitag, 11. September 2026, 15 Uhr |
| Dauer | etwa 1,5 Stunden, bis gegen 16.30 Uhr |
| Ort | Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Am Bergbaumuseum 28, 44791 Bochum |
| Kosten | 5 Euro zuzüglich Museumseintritt |
| Leitung | Verena Schuh |
| Publikum | allgemein |
Reservierungen nimmt das Museum dienstags bis freitags zwischen 9 und 15 Uhr telefonisch unter +49 234 5877-220 oder per E-Mail an service@bergbaumuseum.de entgegen. Reservierte Karten müssen spätestens 30 Minuten vor Beginn der Führung abgeholt werden; andernfalls erlischt die Reservierung.
Quelle: Deutsches Bergbau-Museum Bochum – Sonderausstellungsprogramm
Kontext und Aktionen Über diesen Artikel
Quellenprüfung Quellennachweis
Termin, Ort, Kosten und Reservierungsbedingungen wurden mit dem Sonderausstellungsprogramm des Museums abgeglichen.
- Termin am 11. September 2026 um 15 Uhr bestätigt
- Dauer von etwa 1,5 Stunden und Kosten von 5 Euro zuzüglich Eintritt übernommen
- Anmeldeweg und Frist zur Kartenabholung geprüft
- Begrenzte Teilnehmerzahl berücksichtigt
- Quelle
- Deutsches Bergbau-Museum Bochum – Sonderausstellungsprogramm
- Umfang
- Bochum
- Aktualisiert
- 2026-09-08 09:46
Quellenprüfung
Melden Sie ein Vertrauensproblem
Senden Sie ein klares Signal an die Community-Moderation, wenn die Quelle, die Fakten oder der Kontext überprüft werden müssen.
Kommentare